Optische Hilfsmittel



Unter optische Hilfsmittel verstehe ich, dass zwischen Motiv und Kamera noch eine gezielte Änderung des Lichtweges auftritt.
Die Camera obscura ist ein Kasten mit Loch (mit oder ohne Linse), der ein seitenverkehrtes Bild auf eine Fläche projiziert. Dieses Bild fotografiere ich ab.
Das Prisma lucida (fälschlicherweise Camera lucida genannt) ist ein Zeichenhilfe. Es ist kein Kasten, sondern ein Prisma bzw. eine Anordnung von spiegelnden Materialien (Spiegel/Plexiglas), das eine Zusammenführung von zwei Bildern erlaubt. Meistens verwende ich dafür eine Lochkamera.
Operculum lucidum (leuchtender Deckel) ist die von mir erfundene Bezeichnung von diversen Plastikmaterialien, die ich mir zusammensetze und zurechtschneide und vor das Objektiv halte. Dies bringt Farbe, Unschärfe und kompositorische Aspekte in die Motive. Es ist also noch mehr als ein Filter und birgt ein ungeahntes kreatives Potenzial.
Desweiteren bringe ich alles Mögliche in den Strahlengang, z. B. verwende ich noch weitere Linsen vor dem Ojektiv oder nutze das, was übliche Fotografen Verschmutzung nennen. Diese experimentelle Fotografie hat unbegrenzte Möglichkeiten.
Fotografien dieser Werkgruppe finden Sie in meinen Büchern "blurry" und "OL-Fotografie".

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© Guido Mario Mosler